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Momente der Begegnung – Im Denken frei

eine persönliche Erfahrung im Hospiz von Dr. Astrid Steinmetz

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Dr. Astrid Steinmetz
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Im Denken frei

Sein schmaler Körper ist voller Schläuche: hier ein Zugang, da ein Abgang. Dazu die Metastase am Hals und die Kanüle, so dass er sich nur mit Mühe artikulieren kann. Und dennoch sitzt er mit fröhlichem Gesicht vor mir, dieser noch junge Mann, und sagt mit Blick auf unser vergangenes Gespräch: „Das Denken tut gut“.

Wir unterhalten uns darüber, was genau er damit meint, und er sagt: „Innerlich etwas ordnen und sich im Geist in einem größeren Raum bewegen können.“ Und später: „Am Anfang, als ich in das Hospiz kam, habe ich viel über den Tod nachgedacht. Aber dann habe ich andere Werte gefunden.“ Welche? „Das Treffen mit meinen Freunden und meiner Familie. Natürlich fragen die auch, wie es mir geht, aber danach reden wir über ganz andere Themen. Das tut so gut.“

Und ich bin beeindruckt von diesem Mann, der die Kraft findet, sich nicht von seinen körperlichen Defiziten, dem Unbehagen oder der Angst einfangen zu lassen. Sondern der einen anderen, geistigen Raum betreten und sich dort frei bewegen kann.

„Das gelingt nicht immer“, sagt er ganz ehrlich, „aber doch zu 90 %.“ Alle Achtung!

Kommunikation ohne Worte – KoW®

Sprachlosigkeit überwinden durch Körpersprache

Wenn ein Mensch aufgrund einer Erkrankung oder einer emotionalen Ausnahmesituation sprachlich nicht erreichbar ist, sind Worte nicht mehr der eigentliche Weg, um mit ihm in Kontakt zu treten. Auch der schwerkranke oder sterbende Mensch kann oder will oftmals nicht mehr viel sprechen. Dennoch kommuniziert er – ohne Worte.

Seit über 20 Jahren erlebe ich diese Situationen ganz praktisch in meiner Tätigkeit als Therapeutin im Hospiz. Wenn der Mensch nicht mehr sprechen kann, gerät er leicht in Isolation. Auch viele der Mitarbeiter, Angehörigen oder Ehrenamtlichen fühlen sich in solchen Momenten unsicher oder hilflos. Das hat mich dazu bewogen, aus der Praxis für die Praxis das Konzept Kommunikation ohne Worte – KoW® zu entwickeln. Denn empathische nonverbale Kommunikation ist mehr as eine Begabung: sie ist eine erlernbare Kompetenz.

Den körperlichen Ausdruck des kranken Menschen verstehen zu lernen, führt zu mehr Sicherheit. Die eigenen nonverbalen Möglichkeiten zu entdecken und diese gezielt anwenden zu können, erweitert den Handlungsspielraum. Dadurch kann eine Brücke zum Gegenüber gebaut werden, ein Raum des Miteinanders entsteht und auch schwierige Situationen können leichter bewältigt werden.

Die „Momente der Begegnung“ spiegeln wider, was dadurch zwischen Menschen möglich wird, selbst in den Grenzsituationen des Lebens.

„Gefällt mir“ – und dir?

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