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Trauer verstehen

Obwohl viele von uns in der Lage sind, offen über den Tod zu sprechen, müssen wir noch viel darüber lernen, wie wir mit seinen Folgen klug umgehen: Trauer als die natürliche Reaktion auf den Verlust eines geliebten Menschen.

Doch wissen die meisten nicht, was sie sagen oder tun können, um einem Verwandten, Freund oder Bekannten, der trauert, wirklich zu helfen. Tatsächlich wissen auch relativ wenige, die einen schmerzhaften Verlust erlitten haben, wie sie sich selbst am besten helfen können.

Ganz wichtig ist: Trauer ist kein Problem, das gelöst werden muss. Vielmehr ist sie ein Prozess, der gepflegt und durchlebt werden muss, in welcher Form und wie lange er auch immer dauern mag.

Wir können alle davon profitieren, wenn wir unsere Erfahrungen teilen und darüber lernen, auf Trauer so zu reagieren, dass der Schmerz nicht verlängert, intensiviert oder abgetan wird. Ebenso müssen diejenigen, die versuchen zu helfen wissen, dass Trauer nicht in einen vorgegebenen Zeitrahmen oder eine bestimmte Ausdrucksform eingepasst werden kann. Zu oft werden Menschen, die einen Verlust erleben, herabgewürdigt, weil ihre Trauer länger anhält, als andere es für angemessen halten oder weil sie in sich gekehrt bleiben und scheinbar gar nicht trauern.

So wie wir alle auf unsere eigene, einzigartige Art und Weise lieben, so trauern wir um einen Verlust auf eine Art und Weise, die sich nicht in eine einzige Form oder gar in ein Dutzend verschiedene Formen einpassen lässt. Jede*r ist anders und jede*r darf anders trauern. ***

Unsere Autor*innen in dieser Ausgabe teilen ihre Erfahrungen und sind so lesenswert spannend wie unterschiedlich. Zum Beispiel zeigt dir Ilona, dass der Tod sich auch in der Astrologie zeigt, Fabrizio teilt seine Nahtoderfahrung und Anna geht passend dazu im zweiten Teil ihres Artikels auf die Forschungsgeschichte und bestehende Theorien zu ‚Nahtoderfahrungen‘ ein. Tom hat sich zwei wunderbare Bücher ausgesucht, die er diesmal in seiner Buchrubrik ‚Beginnen wir am Ende‘ vorstellt. Zuviel möchte und werde ich aber nicht vorwegnehmen und lege ich dir jeden einzelnen Artikel dieser Ausgabe ans Herz. 

Schön, dass du dir (wieder?) für viaanima Zeit nimmst,

alles Liebe

Bo

*** #MeineTrauer

Wir haben uns für dieses Jahr fest vorgenommen, weitere neue Akzente zu setzen und starten mit unserer Bilder-Aktion #MeineTrauer. Damit möchten wir die Individualität des Trauerns aufzeigen. Wir haben uns für Bilder entschieden, weil wir wissen, dass Worte Bildern unterlegen sind. In den kommenden Ausgaben zeigen wir dann die Welt der Trauer, denn, jede*r ist anders und jede*r darf anders trauern.

Wie kannst du deine Trauer zeigen

Schick uns ein Bild, das für deine Trauer steht. Es kann selbst aufgenommen oder gemalt sein, kann dich zeigen oder auch ein Symbolbild (lizenzfrei) oder Collage sein. Schicke es an info@viaanima.com und wir zeigen der Welt, wie meine und deine Trauer aussieht und dass wir genau so trauern. 

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