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Ich dachte wirklich, der Himmel bestraft mich

Was eine Fehlgeburt niemals ist

Alexa Tetzlaff
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Es ist wieder so weit, die Weihnachtszeit steht in den Startlöchern und seien wir mal ganz ehrlich, sie tut uns Sternenmamas und Papas einfach unfassbar weh. Auch für mich und meinem Mann ist diese Zeit nicht einfach.

Am 28. Dezember vor 12 Jahren ging unser Sohn Lui` in der 14. SSW zurück in den Himmel. Mit einem einzigen Satz brach unsere Welt zusammen und der Zauber der Weihnachtszeit und die Vorfreude auf das neue Jahr waren einfach weg und komplett irrelevant.

Es war meine vierte Fehlgeburt und ich begann mich zu fragen, was für ein schlechter Mensch ich sein muss, dass mich der liebe Gott so sehr bestraft?!


Ja, ich dachte wirklich, der Himmel bestraft mich!

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Ich konnte es mir einfach nicht erklären und viele Gedanken und unzählige Fragen quälten mich. Vielleicht war ich nicht die perfekte Tochter und Schwester oder ich muss in einem meiner früheren Leben, den totalen Bockmist gebaut haben. Für eine lange Zeit ging das so und ich versuchte dies irgendwie für mich anzunehmen, – auch wenn ich mich absolut elend damit fühlte.

Doch eines Nachts änderte sich das. Ich träumte, ich wäre aufgewacht und würde in meinem Bett sitzen. Mein Schlafzimmer war in einem goldenen Licht hell erleuchtet und mit einem Mal stand ein kleiner Junge an meinem Bettende. Er sah ein bisschen wie der junge Aang vom Avatar – der Herr der Elemente aus, nur war er mit einem blauen Hemd und Hose bekleidet. Es war ein so bemerkenswerter Moment für mich, denn ich erschrak nicht – normalerweise erschrecke ich mich immer, wenn eins meiner Kinder nachts an meinem Bett steht ;). Der kleine Junge sah mich aufmerksam an und begann zu sprechen:

Ich bin Dein Sohn aus der geistigen Welt.“

Kaum das ich die Worte begriff, brach ich schon in Tränen aus und gleichzeitig durchflutete mich die größte Liebe und Freude, meine Gedanken überschlugen sich und ich konnte nur noch denken,

Lui ist bei mir!“

Als ich mich etwas gefasst hatte, fragte ich ihn, wie es ihm geht und auch warum er nicht bei uns bleiben konnte.

Lui sah mich intensiv an und antwortete:

Ich weiß, dass ich es bei Euch gutgehabt hätte, denn ihr beiden seid Eltern mit so viel Licht und unerschöpflicher Liebe im Herzen. Doch Mama, es stand gar nicht auf meinem Plan, bei Euch zu bleiben! Mir fehlte nur noch diese eine Erfahrung – bedingungslose Liebe.

Er spürte wohl, wie mein Herz wieder schwerer wurde, denn er fuhr fort:

Du musst wissen, dass es Seelen gibt, die besonders stark und mutig sind. Sie tragen die schwersten Aufgaben des Lebens auf ihren Schultern. Nur sie schaffen es auch aus tiefster Dunkelheit, ihr Licht nach außen zu tragen, dass diese Erde so sehr braucht, um sie wieder an ihren richtigen Platz im goldenen Licht zu heben und Du Mama gehörst zu diesen besonderen Seelen.

Außerdem sollst Du wissen, Du warst und bist nie ein schlechter Mensch gewesen! Es war nur Deine Aufgabe, mich auf diesem letzten Stück meiner Reise zu begleiten. Ich bin Dir dafür unendlich dankbar. Mama, bitte erkenne dich und die wahre Kraft Deiner Flügel und nutze sie!“

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Eine übernatürliche Liebe durchströmte mich und den Raum mit seinen Worten.

Nach einem Augenblick sah mich Lui mit dem hübschesten und breitesten Lächeln, dass man sich nur vorstellen kann, an und sagte:

Mama, hier ist noch jemand, der Dich unfassbar doll liebt und Dir schon so lange Mal Hallo sagen möchte.“

Zuerst spürte ich einen weichen Luftzug und schon sprang ein Hund voller Freude auf mich zu und begann stürmisch mein ganzes Gesicht abzuschlabbern.

Völlig überrascht, erkannte ich meinen Wuffi aus Kindheitstagen. Nie im Leben hätte ich damit gerechnet!

Ich war nur noch beseelt mit Lui und Wuffi an meiner Seite. Unfassbare Freude und Liebe durchströmten mich und meinen gesamten Körper, der mit extremer Gänsehaut reagierte.


Dann wachte ich auf einmal auf. Ich war nun tatsächlich wach und wieder in meinem Bett. Mein Schlafzimmer sah wie immer aus und von einem hellen goldenen Licht, gab es keine Spur mehr. Obwohl mir total warm war, hatte ich immer noch diese unglaubliche Gänsehaut.


Die Begegnung klang lange und intensiv in mir nach. Ich versuchte alles zu verstehen und fragte mich, ob es wirklich nur ein Traum war. Ich bin mir bis heute nicht sicher, was es letztlich war, aber dieses Erlebnis heilte etwas in mir und mich von meinen quälenden Schuldgefühlen. Voller Dankbarkeit, das erlebt zu haben, möchte ich dir mit meiner eigenen Geschichte heute eines mitgeben:

Eine oder mehrere Fehlgeburten erleben zu müssen, ist so schlimm – eines ist es aber niemals, nämlich deine Schuld oder gar eine Bestrafung für vermeintliche Fehler, die du oder andere Menschen im Leben begangen haben könntet!

Wir alle tun immer unser Bestes mit dem Wissen, was wir aktuell zur Verfügung haben.

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Und auch du gibst stets dein Bestes!


Du wunderschönes Licht. Ich wünsche dir vom ganzen Herzen, dass du mit deiner Trauer und dem Bewusstsein, dass du dein Bestes gibst und immer gegeben hast, eine leichtere oder sogar angenehme Zeit zaubern kannst und mit Frieden im Herzen in das neue Jahr durchstarten kannst.


Vielleicht unterstützt dich auch meine kleine Seelenwellness Übung dabei, deinen Schuldgefühlen zu begegnen und sie in Liebe loszulassen. wenn du weitere Unterstützung bei deiner Trauerbewältigung nach einer Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft wünschst, dann melde dich gerne bei mir.

Deine Alexa Tetzlaff

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