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Momente der Begegnung -Im Grenzgebiet des Daseins

eine persönliche Erfahrung im Hospiz

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Dr. Astrid Steinmetz
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Im Grenzgebiet des Daseins

Da liegt er in seinem Bett, dieser gestandene Mann. Seine Augen wandern unstet durch den Raum, seine Hände greifen ins Leere, mal hierhin, mal dorthin. Er scheint Dinge zu sehen, die ich nicht sehe, und manchmal liegt Angst in seinem Blick. Wie kann ich ihn erreichen, ihm Halt geben in dieser so verunsichernden Situation?

Als er das nächste Mal in die Luft greift, reiche ich ihm meine Hand dorthin, und er fasst zu. Erst ist er etwas erstaunt, dann schaut er mich an. Eine kurze Begegnung innerhalb der sinnlich erfahrbaren Wirklichkeit.

Dies möchte ich weiter vertiefen, ihm Halt über seine Sinne bieten. So beginne ich, über das zu reden, wohin er gerade schaut und was er im Zimmer oder vor dem Fenster sieht. Da ist ganz aufmerksam und beteiligt, macht trotz seiner Verwirrtheit sogar eigene Kommentare. Dann summe ich ihm ein Lied vor, und er liegt da, hört still zu. Irgendwann greift er wieder mit der Hand in die Luft und findet dabei erneut meine Hand. Schaut mich dann an und sagt: „Du bist da“, zufrieden.

Und ich denke: Da-Sein in Grenzgebieten des Lebens geht nur, wenn ich mitgehe in das Unbekannte und gleichzeitig Halt biete im gegenwärtigen, sinnlich geteilten Miteinander.

Kommunikation ohne Worte – KoW®

Sprachlosigkeit überwinden durch Körpersprache

Wenn ein Mensch aufgrund einer Erkrankung oder einer emotionalen Ausnahmesituation sprachlich nicht erreichbar ist, sind Worte nicht mehr der eigentliche Weg, um mit ihm in Kontakt zu treten. Auch der schwerkranke oder sterbende Mensch kann oder will oftmals nicht mehr viel sprechen. Dennoch kommuniziert er – ohne Worte.

Seit über 20 Jahren erlebe ich diese Situationen ganz praktisch in meiner Tätigkeit als Therapeutin im Hospiz. Wenn der Mensch nicht mehr sprechen kann, gerät er leicht in Isolation. Auch viele der Mitarbeiter, Angehörigen oder Ehrenamtlichen fühlen sich in solchen Momenten unsicher oder hilflos. Das hat mich dazu bewogen, aus der Praxis für die Praxis das Konzept Kommunikation ohne Worte – KoW® zu entwickeln. Denn empathische nonverbale Kommunikation ist mehr as eine Begabung: sie ist eine erlernbare Kompetenz.

Den körperlichen Ausdruck des kranken Menschen verstehen zu lernen, führt zu mehr Sicherheit. Die eigenen nonverbalen Möglichkeiten zu entdecken und diese gezielt anwenden zu können, erweitert den Handlungsspielraum. Dadurch kann eine Brücke zum Gegenüber gebaut werden, ein Raum des Miteinanders entsteht und auch schwierige Situationen können leichter bewältigt werden.

Die „Momente der Begegnung“ spiegeln wider, was dadurch zwischen Menschen möglich wird, selbst in den Grenzsituationen des Lebens.

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