Alles Gute zum Muttertag

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Ich wünsche dir von Herzen alles Gute zum Muttertag liebe Sternenmama.

Um ehrlich zu sein, hätte ich vor einem Jahr noch gedacht: „Hä, wieso? Gibt doch gar kein Kind“. Schon heftig, wenn ich das jetzt lese. Aber so war es. Und so sieht es noch in vielen Köpfen aus.

Wie kam es dazu, dass meine Sicht nun eine ganz andere ist?

Pass mal auf…

Seit Jahren schreibe ich schon Gedichte. Ich schreibe aus meiner Seele heraus und sehe dann was mich da eigentlich beschäftigt.

Für mich stellte sich irgendwann die Frage, ob ich auch mit Gefühlen, die nicht meinem Innern entspringen, auf diese besondere Weise umgehen kann. Das Ergebnis überraschte mich selbst und vor knapp 1 ½ Jahren fand ich meinen Weg, dies auch für andere zu tun und gründete ‘Gefühle zum Abschied’.

Seither schreibe ich für die, welche ihre Herzensmenschen verloren haben oder verlieren werden. In einem sehr intimen Prozess, mit des sich Öffnens, sich Zeigens und des Hinschauens, entsteht ein Gedicht. All das findet definitiv außerhalb der Komfortzone statt und ist, wie ich es erfahre, sooo wertvoll.

Mit Sternenmamas arbeite ich nicht, weil es da keine Lebensgeschichte zu erzählen gibt“

Noch so ein krasser Gedanke von mir, der noch gar nicht so lange her ist.

Dann traf ich auf Philine, und in meinem Universum eröffnete sich eine weitere Galaxie.

Philines Sohn ging bereits im ersten Trimester wieder auf die Reise. Begegnet sind wir uns bei einem Netzwerktreffen in einem digitalen Raum und sprachen den Großteil der Zeit miteinander. Wir sind seitdem in Kontakt und schon in dieser ersten Nacht nach dem Treffen hat sich viel in mir getan. Es fühlte sich an als wäre ich durch ein großes Tor gegangen, welches mir zuvor wie eine Kammertür erschien. Da waren kein Verurteilen und keine Scham, jedoch Überrascht sein und Faszination über diese neuerschlossene Welt. Es hat mich vor allem gelehrt bei allem was ich zu wissen glaube und bereits erfahren durfte, stets mit offenem Geist auf Leben und Tod zu schauen. Ich konnte spüren, dass wir zusammenarbeiten werden und das dies für uns beide zu einem Geschenk werden wird. Das Werk, das auf diesem gemeinsamen Weg entstand, kannst du auf Instagram auf Philines oder meinem Account sehen und idealerweise hören. Hier ein kleiner Auszug.

Phineas


Wenn ich an dich denke,
seh ich vor mir alles erhellt,
ich seh das prächtigste Buch vor mir,
dass es gibt auf der Welt.
Ich sehe ein Buch voller Kapitel
von dem ein jeder meint,
dass es nie
gefüllt worden scheint.
Von außen betrachtet
macht „Buch des Todes“ Sinn,
aber für mich
steckt so viel Liebe drin.

weitere Beispiele – Youtube Gefühle zum Abschied

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In diesen gemeinsamen Prozess, war eine Sache ganz besonders spannend für mich, denn ich machte dieses Mal etwas ganz anders, etwas ganz Grundlegendes und bekam Gänsehaut bei dem, was dann folgte.

Also … grundsätzlich bleibe ich im Gedicht in der „Ich“ oder der „Du“ Form. Das entscheidet sich individuell im Prozess. Dieses Mal jedoch änderte sich dies in den letzten Zeilen in ein „Uns“. Ich entschied mich dafür, damit sich auch der Sternenkindpapa damit verbinden kann und weil gerade bei Sternenkindern der Papa in der öffentlichen Wahrnehmung eine sehr kleine Rolle spielt. Direkt bevor Philine es anhörte, schrieb sie mir, dass sie es mit ihrem Mann zusammenhören wird. Wow, dachte ich. Das gab es noch nie. Und ausgerechnet dieses Mal habe ich einen Teil an beide gerichtet. Fügung?

Alles kommt, wie es kommen soll

Für mich steht die Mama ganz klar im Fokus, sie hatte die Verbindung zu dem Kind körperlich, wie sie der Papa nie erleben wird. Das Leid, der Schmerz, der dann eintritt ist, behaupte ich, ein anderer als bei dem Papa.

Bei mir persönlich war es so, dass sich die Verbindung zu meinem Großen erst langsam, nach der Geburt aufgebaut hat. Das hat seine Zeit gebraucht. Das ist auch völlig ok.

Es sorgt auch gleichermaßen im Falle einer stillen Geburt für eine enorme emotionale Diskrepanz zwischen den Emotionen der Eltern. Dies kann zu Unverständnis und Spannungen führen.

Wichtig ist dabei einerseits für die beiden untereinander und andererseits in Bezug auf jeden nach außen: „Wir können nur gesehen werden, wenn wir uns zeigen.“

Und nein, das muss nicht sofort und zu 100 % stattfinden.

Daher ist es wichtig, sich zu zeigen. Den eigenen Gefühlen zur gegebenen Zeit zu begegnen und sich eine Möglichkeit erarbeiten, diese nach Außen mitzuteilen.

Und ja, das findet außerhalb der Komfortzone statt.

Sternenkinder, Sterneneltern, verwaiste Eltern belegen derzeit noch eine Nische in der Nische. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschen in deiner Umgebung super aufgeschlossen sind und im Thema stecken, ist nicht sooo hoch.

An dieser Stelle sei erwähnt, vielleicht weißt du es auch schon, dass stille Geburten nun wirklich keine Seltenheit sind. Sie sind tabuisiert und werden damit gesellschaftlich zu einer Seltenheit gemacht.

Dies können wir alle nur zusammen ändern.


Das ist der Grund, warum ich diesen Artikel schreibe und warum ich gleich nach der Zusammenarbeit mit Philine eine Sternenmama in meinem Umfeld angerufen habe. Vor neun Jahren hatte sie ihre Tochter still zur Welt gebracht und damals konnte ich bei Weitem nicht das Verständnis und Mitgefühl aufbringen und es ihr zeigen, wie ich es jetzt kann.

Wir hatten uns schon lange nicht mehr gehört und telefonierten an diesem Abend über eine Stunde. Ich wollte ihr einfach mitteilen, dass ich sie, den Papa und ihre Tochter nun ganz anders sehen kann. Es war ein sehr emotionales Gespräch und tat uns beiden sehr gut.

„Gefällt mir“ – und dir?

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