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Weiterziehen. Auf der Flucht leben.

Sabrina Steiner
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Der Alltag vieler Menschen.


Krieg, ob im außen oder innen, scheint keine andere Wahl zu schenken.


Flucht ist wahre Herausforderung in unendlich vielen Aspekten und so war ich tief berührt von der Situation, die sich mir vor Kurzem nachts in einem Zugabteil darbot. Neben mir befand sich eine junge Familie aus der Ukraine. Sitzangebote, Wasser und Hilfe beim Gepäck erhielten sie von den Mitarbeitern der Bahn sowie ihren Mitreisenden.


Der Zug war bis zum Anschlag voller Menschen und ihren Habseligkeiten. Während dem Schlaf schrie der kleine Sohn im Stundentakt.

Uns, die auf keiner sichtbaren Flucht waren, brach kollektiv das Herz. Neben Trauer und Schmerz schwebten unendlich viele Fragen in diesem engen Raum: Was hat dieses Kind in seinen jungen Jahren wohl bereits gesehen? Wie geht es künftig damit um? Welche Rolle spielt das in Bezug auf weitere Fluchten? Findet es Sicherheit? Wie geht unsere Gesellschaft damit um? Wer ist die Gesellschaft? Wie kann sich diese verändern? Gedanken, welche die letzten Treffen des ChancenNetz in den letzten Wochen umtrieben.

Antworten gibt es keine, jedoch ein klares Fazit: Was wir uns für die Welt wünschen, beginnt und endet zu jeder Zeit und an jedem Ort immer in uns selbst. Eine Tatsache, die uns allen wohl bewusster ist, als wir es vielleicht denken. Bleibt zu fragen, wie wir das in den Alltag, unsere Handlungen und das persönliche Denken integrieren?

Mich unterstützt dabei beispielsweise sehr, in Verbindung zu sein und bleiben. Zuerst mit mir selbst und der klaren Ausrichtung nach meinen Werten. Als logische Konsequenz dann mit den Menschen in meinem Umfeld, dem Direkten wie dem etwas weiter Entfernten.

Die Familie im Zug lebte in diesem Moment sehr eindrucksvoll vor, was ich oben zu beschreiben versuche. Es war beeindruckend, wie sie in der wohl bis dahin existenziellsten Krise ihres Zusammenseins für‐ und miteinander agierten und in der Liebe blieben.

In Gedanken bin ich jedes Mal bei ihnen, wenn mir hier in unserem privilegierten Alltag andere Situationen begegnen. So versuche ich nebst all ihrem Schmerz auch das zu erkennen, was im Umgang mit dieser schwierigen Erfahrung positiv in Erinnerung bleibt. Besagte Nacht ließ uns physisch näher zusammenrücken, es blieb keine andere Wahl.

Und nun:

Was machen wir daraus?

Beginnt nachhaltig minimierte Spaltung im Geist und realisiert sich diese erst durch die direkte eigene Erfahrung?

Wir haben die Chance, eine neue Zeit zu gestalten.


Nutzen wir sie?


Alles Liebe.
Sabrina

„Gefällt mir“ – und dir?

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