Endlich reden : Michéle Bachmann

Nathan Dumlao Unsplash
Bo Hauer ↻ WEITERLESEN

In diesem Format lernst du vielseitige Menschen und ihre Berufung kennen. Unsere Gäste stellen sich mutig den Fragen über die eigene Endlichkeit und schenken dir einen spannenden Einblick in ihr Leben.

Welchen Einfluss hat der Tod auf dein Leben?
Der Tod ist Teil meines Lebens und gehört für mich, wie vieles andere auch, ganz selbstverständlich dazu.

Hast du Angst vor dem Tod und wie stellst du dir ihn vor – eher männlich oder eher weiblich?
Nein, Angst habe ich keine vor dem Tod. Ich stelle ihn mir geschlechtsneutral und voller Liebe und Empathie vor.

Welche drei Dinge möchtest du erreicht oder erlebt haben, bevor du stirbst?
Ich habe schon so viel Wundervolles in meinem Leben erleben und erreichen dürfen und bin einfach dankbar für alles, was noch dazukommen darf. Ich lebe nicht mit oder nach einer «Löffelliste», da diese mir eher das Gefühl vermittelt, dass ich Dinge noch zwingend machen/erleben/erreichen muss. Dieses Gefühl mag ich nicht und will ich auch nicht in meinem Leben. Ich bin kein «muss» Mensch. Ich liebe es, etwas zu «dürfen». Von daher habe ich diese Verlinkung zu Dingen, die ich vor meinem Ableben noch tun oder erreichen möchte, schon lange sein lassen und so fühlt sich das für mich auch gut an.

Gab es schon einmal in deinem Leben eine Situation, in der du dem Tod näher warst, als dem Leben? Wie hat dich das verändert?
Ja, die gab es. Das Erlebte hat mich noch näher zu mir gebracht und mir die Sicht auf das für mich wirklich Wichtige im Leben intensiviert und verdeutlicht und dafür bin ich sehr dankbar.


Was für eine Art Sterben wünscht du dir?
Mit mir selbst im reinen zu sein und am liebsten ohne Schmerzen einfach einschlafen zu dürfen.

Glaubst du an eine Art Leben nach dem Tod?
Ja.

Wo brichst du ungeschriebene gesellschaftliche Regeln?
Ich spreche offen über das Sterben und den Tod, die Trauer, über mentale Gesundheit, Wesensveränderungen, Burnout und Boreout und und und. Sprich, ich thematisiere alles, was andere lieber verschweigen oder nur hinter vorgehaltener Hand sagen wollen, denn es ist an der Zeit, endlich die Stigmen zu durchbrechen, damit das alles endlich Raum bekommt und Gehör findet.

Gibt es eine besonders wertvolle Erfahrung mit dem Tod, welche du gerne teilen möchtest?
Die gab es vor einigen Jahren. Eine Erfahrung, die ich in meinem Leben nicht missen möchte und die mir gezeigt hat, dass wenn meine Zeit noch nicht gekommen ist, über die Regenbogenbrücke zu gehen, ich liebevoll wieder in mein Menschsein zurückbegleitet werde.

Wobei fühlst du dich besonders lebendig?
Wenn ich Dinge tue und empfinde, die ich liebe, die mich erfüllen und glücklich machen.

Wer ist : Michèle Bachmann

In meinem Leben begegneten mir immer wieder Krankheiten in ihren vielseitigen Facetten. Einerseits war ich selbst betroffen, andererseits war ich Angehörige und/oder Vertraute. Manche der Krankheiten konnten mit Bettruhe und einem Löffelchen Medizin geheilt werden. Andere waren hartnäckiger, wollten als chronische Begleiter bleiben oder hatten auch schon mal im Kleingedruckten der Diagnose ein verstecktes Todesurteil mit dabei.

Was mir und meinen Liebsten in der ganzen Zeit der Ohnmacht immer fehlte, war jemand, der uns wirklich zuhörte und sich auch die Zeit für uns und unsere Fragen, Ängste und Sorgen nahm. Uns dabei unterstützte, selbstbestimmt mit der neuen Situation umzugehen und unser Leben wieder einigermassen in den Griff zu bekommen.

Bei den Ärzten war meist nach 15 Minuten das Gespräch zu Ende und auch der Austausch mit Therapeuten, wurde jeweils nach 60 Minuten mit den Worten «nächste Woche gleiche Zeit?» beendet. Das war sehr belastend und ich dachte mir: «geht es nur mir so oder wünschen sich auch andere hier mehr Zeit und Raum für ihre Anliegen»?

Ich begann mich mit Betroffenen, deren Angehörigen, wie auch mit Ärzten und Pflegefachkräften zu diesem Thema intensiv auszutauschen und das erhaltene Feedback machte mich einerseits sehr traurig, da es fast allen genauso erging, wie es mir und meiner Familie, meinen Freunden ergangen war, doch andererseits stand mein Vorhaben, hier etwas zu verändern, damit fest!

Ich entschied mich, ein Studium zum Cert. Integral Coach, zum Dipl. psychologischen Mentalcoach und zum Dipl. psychosomatischen Gesundheitscoach zu absolvieren und meine eigene Coaching Firma zu gründen, um zukünftig anderen Betroffenen und ihren Angehörigen in schwierigen Lebenssituationen, in Krisen und bei Erkrankungen individuell und ohne festgelegtes Zeitlimit zur Seite zu stehen.

Gesagt getan! Genau das tue ich heute in meinen Coaching-Gesprächen und das mit viel Herz und Humor, denn die Liebe, das Lachen und der Glaube an sich selbst darf, egal wie niederschmetternd eine Situation auch ist, nie verlorengehen!

Hi, mein Name ist Michèle Bachmann.

Betroffene und ihre Angehörigen auf ihrem Weg mit einer Erkrankung, aus einer Krise und während schwierigen Lebenssituationen zu begleiten, ist mir eine absolute Herzensangelegenheit!

Als Mental- & Gesundheitscoach, unterstütze ich Dich in einem 1:1 Coaching dabei, Hilfe anzunehmen, Sicherheit zu finden, zur Ruhe zu kommen, neue Perspektiven zu entdecken, neue Kräfte zu entwickeln und Deine Bedürfnisse zu verwirklichen, damit Du Dich den teilweise immer noch beschwerlichen Lebensumständen des Alltags wieder stellen und besser damit umgehen kannst.

Michéle Bachmann

Hi, mein Name ist Michèle Bachmann.

Betroffene und ihre Angehörigen auf ihrem Weg mit einer Erkrankung, aus einer Krise und während schwierigen Lebenssituationen zu begleiten, ist mir eine absolute
Herzensangelegenheit!
Als Mental- & Gesundheitscoach, unterstütz ich dich in einem 1:1 Coaching dabei, Hilfe anzunehmen, Sicherheit zu finden, zur Ruhe zu kommen, neue Perspektiven zu entdecken, neue Kräfte zu entwickeln und deine Bedürfnisse zu verwirklichen, damit du dich den teilweise immer noch beschwerlichen Lebensumständen des Alltags wieder
stellen und besser damit umgehen kannst..

„Gefällt mir“ – und dir?

↻ WEITERLESEN