Eine Stimme

von den Leisen und Stillen

Eine Stimme von den Leisen und Stillen
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Bo Hauer ↻ WEITERLESEN

Wir kennen alle Stress, Ängste und schwere Zeiten, doch durch die einschneidenden Veränderungen, die wir gerade erleben, wächst der gefühlte Druck beispiellos um ein Vielfaches an. Was es aber für Menschen heißt, die sich bereits in psychischer Not befinden in diesen Zeiten leben müssen, ist schwer fassbar.

Diese Pandemie verstärkt psychische und soziale Belastungen

Wer bereits verletzlich ist, für die/den birgt der Virus auch ohne Infektion eine sehr konkrete Gefahr. Experten warnen bereits von Beginn an vor einer dritten Welle von Todesfällen – aus Verzweiflung. Wer jetzt gerne konkrete und verlässliche Zahlen der letzten Monate in diesem Zusammenhang hätte, muss sich tatsächlich noch gedulden. Allerdings ist die Zahl der Krankmeldungen aufgrund psychischer Erkrankungen nach Erhebung der Krankenkasse KKH unter ihren Versicherten auf deutliche 80 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum gestiegen.

Die Lauten und die Leisen

Ist es nicht so, dass in den letzten Wochen und Monaten die Lauten immer lauter und die Leisen immer leiser werden. Ich bin Alexander Häner, dem Autor des Artikels „Der Dämon in mir“, sehr dankbar, dass er seine Stimme gefunden hat, um den Menschen zu zeigen, dass sie zum einen nicht alleine sind und zum anderen er uns als Gesellschaft einen ehrlichen Einblick in seine Gedanken- und Gefühlswelt gewährt.

Unser Leben hat sich durch Ausgangssperren, Reisewarnungen und für viele auch durch Geschäftsschließungen, Verdienstausfälle, Krankheit, Angst und Trauer grundlegend verändert. Wir leben in einer kollektiven Trauer, bei der jeder versucht, sich in einer Realität zurechtzufinden, in der keine bekannte Sicherheit eine Grundlage bildet.

… während die Welt mal mehr, mal weniger am Rad dreht …

Und während die Welt mal mehr, mal weniger am Rad dreht, ist jetzt schon klar, dass wir noch mit wirtschaftlichen und emotionalen Auswirkungen konfrontiert werden, die im Augenblick noch nicht absehbar sind und höchstwahrscheinlich schwer wiegen werden.

Bis wir wieder zu so etwas wie Normalität zurückkehren können, müssen wir uns so gut es geht unterstützen, ohne die Leisen und Stillen aus dem Fokus zu verlieren und ihnen, wenn möglich eine Stimme leihen.

Hier und jetzt geht es um jeden Einzelnen.

„Gefällt mir“ – und dir?

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