Taxidi Death Positiv Verena Brunnbauer

Der Tod, ein Reisender

Death Positive

Wenn zwei typische Gegenstände für Tod und Sterben, der Sarg und die Urne ihrer Funktion enthoben werden, zudem der erste Memento Tag in Österreich begangen wird, dann ist es Zeit für „SargBARgespräche & JoURNey“.

Begegnen wir dem Leben!

Death Positiv

Death Positiv heißt akzeptieren, dass man sterben wird, um dem Tod mit derselben Neugier begegnen zu können, wie anderen Aspekten der menschlichen Existenz.

Es geht mir bei meiner Arbeit immer darum, sich leichtfüßig mit dem Themen Tod, Trauer und dem Leben auseinanderzusetzen. 

Ich möchte Räume schaffen, in denen sich der Mensch entfalten und entspannen kann. Das Thema Sterben und Tod ist in unserem Leben ein sehr ungeliebtes, und der Gedanke daran und das Gespräch darüber werden oft verdrängt. Keiner beschäftigt sich gerne mit dem Ende des eigenen Lebens oder denkt an den Verlust von Familienangehörigen, Freund*innen oder Kolleg*innen.


Nach dem Motto:

Wennst Leben wüsst, muast über das Sterben reden“*

Verena Brunnbauer

(*Wenn du das Leben möchtest, musst du über das Sterben reden)

können wir einen Weg finden, Mensch zu sein, mit allem was wir haben, mit allem, was das Leben ausmacht, ohne Masken, ohne Fassaden.

Das geht nur, wenn der Mensch bereit ist, sich auf das Leben einzulassen und sich selber besser kennenlernt. So soll die SargBar es ermöglichen sich über das Leben auszutauschen. Denn zwischen Geburt und Tod liegt das Leben.

Das Leben hat Petra Wieser und mich zusammengeführt. Nach den ersten Gesprächen war klar: „Let´s talk about death, baby!“ und das Kunstprojekt „SargBARgespräche & JoURNey“ entstand.

In diesem Projekt werden zwei typische Gegenstände für Tod und Sterben, der Sarg und die Urne ihrer Funktion enthoben und dienen als Katalysatoren für die „Sarggespräche“.

„SargBARgespräche & JoURNey“

Memento-Tag 2020

SargBARgespräche &JoURNey – Petra Wieser + Verena Brunnbauer

Es hatte über 30 Grad und doch haben sich die Menschen auf unser Projekt eingelassen. Mit dem St. Barbara Friedhof haben wir einen wunderschönen Ort und Partner gefunden. Es waren schöne, unglaubliche und beeindruckende Stunden mit wundervollen Gesprächen. Bei einem Speed-Dating mit dem Tod, mithilfe des „Sarggespräche“-Kartenspiels, konnten sich die Besucher, auf spielerische Art und mit Humor mit den unterschiedlichsten Fragen, zum Thema Tod und Sterben auseinandersetzen. Es wurde viel gelacht, gegessen, getrunken, philosophiert und sich über das Leben ausgetauscht. Menschen die wir auf der leonArt kennengelernt hatten, besuchten uns wieder am St. Barbara Friedhof. 

Wie wichtig dieser Tag ist, und das solche Projekte stattfinden, hat man in den Gesprächen gemerkt. Denn unterschiedliche Gründe haben Menschen anlässlich des Memento-Tages zu unserer künstlerischen Installation/Intervention geführt.

Petra Wieser meine Kollegin hat es wunderbar formuliert:

„VORMALS UNBEKANNTE MENSCHEN TEILEN PERSÖNLICHE GESCHICHTEN UND SCHICKSALSSCHLÄGE, TRETEN AUS IHRER KOMFORTZONE DER TODESVERLEUGNUNG HERAUS ODER ERFAHREN EINE NEUE ART DIE ENDLICHKEIT DES LEBENS ALS POSITIVEN ASPEKT ZU INTEGRIEREN. ES HERRSCHT EINE WERTSCHÄTZENDE ATMOSPHÄRE, DIE DAS LEBEN FEIERT UND DEN TOD ALS AUSGANGSPUNKT FÜR GEMEINSAME GESPRÄCHE NIMMT. AUS FREMDEN WERDEN FREUNDE.“

Petra Wieser

Eines hat das Projekt gezeigt, wenn wir uns auf das Feld einlassen, dann können sich unbekannte Türen öffnen.

Der Tod, ein Reisender.

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