Kelly Sikkema Unsplash

Auch Worte zum Tod

dürfen lebendig sein!

Findest du für schwierige Themen die richtigen Worte?

Wäre ich eine berühmte Köchin, würde ich gerne mein Wissen – also meine Rezepte – mit dir teilen. Einfach, um dir den Zugang zu einem komplexeren Gericht zu ermöglichen oder weil ich möchte, dass dein Essen gut ankommt.

Beim Thema Schreiben, ist das etwas schwieriger. Es gibt für die Texterei einige Regeln, Hilfestellungen und Anhaltspunkte. Bei Weitem ist jedoch nicht alles so klar wie in einem Kuchen-Rezept. Es ist wohl die richtige Zusammensetzung aus Theorie, Gespür für den Leser und einer guten Portion Kreativität, welche den Text geniessbar macht.

Dazu kommt, dass sich nicht alle Menschen mit den gleichen Texten schwertun. Der eine findet keine Worte für die Jubiläumsrede, der anderen liegen die Hochzeitswünsche für ihre beste Freundin auf dem Magen und viele hadern, wenn es um Texte im Trauerfall geht. Zum einen, weil es immer viel einfacher ist über etwas erfreuliches zu schreiben. Zum anderen, weil das Thema an sich schon keine leichte Kost ist. Wie soll man denn dafür noch die richtigen Worte finden?

Ich finde es wichtig, dass man genau in diesen Momenten ohne Floskeln und dafür mit viel Herz schreibt. Das dürfen gerne klare und einfach Worte sein. Ein ehrliches „ich bin unfassbar traurig und jederzeit für Dich da“ trifft direkt ins Herz. Die Botschaft kommt an und der Trauernde kann auch etwas damit anfangen. Denn bedenke, auch die Hinterbliebenen haben keine Übung im Umgang mit Worten zum Tod und sind dir sicher dankbar, wenn du es ihnen dadurch einfacher machst.

Die Person war mit Zermatt verbunden, deshalb habe ich mich dazu entschieden, das Matterhorn abzuzeichnen und das Gipfelkreuz am Rand zu ergänzen.

Eine weitere Möglichkeit ist die, auf einen bereits bestehenden Spruch zurückgreifen. Der kann ausgedruckt und auf die Karte geklebt oder auch von Hand abgeschrieben werden. Dazu kannst Du einen persönlichen Satz schreiben. Da reicht auch ein „ich verstehe die Welt nicht mehr und umarme Dich fest“.

In dem Moment der Trauer kommt es vor allem darauf an, den Betroffenen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind.

Ich wünsche dir, dass du auch in schwierigen Momenten die richtigen Worte findest.


Persönliche Empfehlung
von Sabrina

Sabrina Steiner

Alle Menschen sind kreativ, davon bin ich überzeugt. Bastellaune kommt bei mir jedoch äusserst selten auf. Obwohl ich schöne Dinge liebe, fehlt mir schlicht die Muse, um selbst zu basteln. Etwas mit den Händen zu gestalten, ist ein Wunder und so beobachte ich immer mal wieder verstohlen, welche Zauberstücke viele Menschen hervorbringen.

Als meine Mama starb und ich wie ein Häufchen Elend zuhause lag, hatte ich plötzlich selbst die Vision, etwas kreieren zu wollen. So begann ich wie eine Wilde zu stricken. Dank diverser Bücher, Videoanleitungen und einer geduldigen Freundin gelang es mir, einen recht ansehnlichen Schal zu stricken. Ganz beendet habe ich diesen zwar nie, aber er war sehr hilfreich in meiner Trauerverarbeitung.
Irgendwann realisierte ich, dass es völlig okay ist, wenn ich meine Kreativität mit Worten statt Händen lebe. Deshalb lege ich meinen Fokus bei Trauerkarten mehr auf individuelle Worte.

Selbst gestaltete Trauerkarten fallen bei mir zwar weg, dennoch wollte ich nicht auf die unpersönlichen Standardkarten zurückgreifen müssen. So habe ich für mich vor einiger Zeit die Karten von lebend-ig entdeckt, welche ich immer mal wieder gerne verwende. Sie bieten mir in ihrer schlichten Schönheit viel Raum für meine eigenen Texte und Erinnerungen.


Diana Steiner

„ALS ICH VIER JAHRE ALT WAR…

…wusste ich: einmal werde ich Texterin & Kreativkopf!

Humbug, da konnte ich ja knapp meinen Namen schreiben! Am liebsten war ich so oft es ging Draussen im Garten, beim Spielen mit den Nachbarskindern, auf dem Hundespaziergang oder im Wald am Hütten bauen. Oft brachte ich nebst Steinen, Laub und verdreckten Kleidern, auch sehr viel Stoff für wunderbare Träume mit nach Hause!

Die Klassiker wie Betriebsökonomie-Studium, Auslandsaufenthalt, Führungsfunktion, Change-Projekt und legendäre Afterworkpartys habe ich durch. Sicher ist, dass ich nie die Freude am Schreiben und Lesen verloren habe. Im Gegenteil, ich machte die Kreativ-Texterei sogar zum Beruf. Nach dem Ende einer befristeten Anstellung, entschied ich mich für den Weg in die selbständige Erwerbstätigkeit. Den Kaffee machte ich mir ja schon vorher immer selbst und meine Arbeitszeiten richte ich nun nach Kunden- anstatt SBB-Fahrplänen.

Ich freue mich auf unser Tun!“

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